Ein Produkt der mobus 200px

Eiken

(pd) Im Norden des Kantons Aargau soll Deponieraum für unverschmutzten Aushub sowie für mineralische Bauabfälle und Aushubmaterial in Inertstoffqualität entstehen.Die grossrätliche Kommission für Umwelt, Bau, Verkehr, Energie und Raumordnung (UBV) spricht sich für die Festsetzung der Deponiestandorte in Eiken und in Mellikon im Richtplan aus.

 

Die UBV-Mitglieder betrachten den Bedarf für Deponieraum zur Ablagerung von unverschmutztem Aushubmaterial im oberen Fricktal mehrheitlich als ausgewiesen. Mit dem Deponiestandort Chremet in Eiken soll dieser Bedarf mittelfristig sichergestellt werden. Die Kommissionsmehrheit hält den vom Regierungsrat vorgeschlagenen Standort für geeignet, da das Gebiet relativ weit entfernt vom Siedlungsgebiet liegt und die Materialanlieferung nicht durch bewohnte Zonen erfolgt.

Zudem sollen die Naturwerte und die Bodenfruchtbarkeit erhalten oder sogar verbessert und die Landschaft nur geringfügig beeinträchtigt werden. Das Deponieprojekt wird mit einem partiellen Kiesabbau kombiniert. Die UBV-Mehrheit folgt den Argumenten des Regierungsrats und stimmt der Richtplananpassung für den Deponiestandort Chremet in Eiken zu. 2016 scheiterte die Suche nach einem Deponiestandort im Fricktal am Widerstand der lokalen Bevölkerung und das Verfahren musste abgebrochen werden.

Deponiestandort im Steinbruch Mellikon weitgehend unbestritten
Für den Steinbruch Mellikon ist aktuell eine Wiederauffüllung mit unverschmutztem Aushubmaterial bewilligt. Neu soll auch die Einlagerung von Material des Typs B gemäss Abfallverordnung des Bundes, also von mineralischen Bauab-fällen und Aushubmaterial in Inertstoffqualität, ermöglicht werden. Heute ist im Kanton Aargau nur eine einzige Deponie des Typs B in Betrieb, die rund ein Viertel des innerkantonal anfallenden Materials aufnimmt. Der Rest wird expor-tiert und ausserkantonal entsorgt. Für die Mehrheit der UBV-Mitglieder ist deshalb der Bedarf erwiesen, auch wenn weitere Standorte in Möhntal und Fisibach in Planung sind. Die UBV-Mehrheit anerkennt den Steinbruch Mellikon als geeigneten Deponiestandort. Für eine Deponie des Typs B gelten allerdings vor allem in Bezug auf die Entwässerung strengere bundesrechtliche Vorschriften. Die Massnahmen zur Ableitung des Sickerwassers werden im nachgeordneten Nutzungsplan- und Baubewilligungsverfahren konkretisiert. Die Mitglieder der Kommission UBV sprechen sich grossmehrheitlich für die Festsetzung des Steinbruchs Mellikon als Deponiestandort des Typs B im Richtplan aus.
Die Geschäfte werden voraussichtlich im August 2021 im Grossen Rat behandelt.

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
 
Sie haben noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich jetzt!

Loggen Sie sich mit Ihrem Konto an