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(pd) Ab sofort verzichtet das Unispital Basel auf das klimabelastende Narkosegas Desfluran. Es schafft eine neue Fachstelle für Nachhaltigkeit und ergreift weitere Massnahmen als Mitglied der Organisation «Global Green and Healthy Hospitals».

Das Narkosegas Desfluran wirkt über 2’500-mal so klimaschädigend wie CO2. Eine siebenstündige
Narkose mit diesem Gas entspricht bis zu 15.000 gefahrenen Kilometern mit einem Personenwagen. Dennoch ist der Einsatz von Desfluran in Schweizer Spitälern noch verbreitet.
Die Anästhesiologische Klinik des Universitätsspital Basel hat nun entschieden, per sofort vollständig auf den Einsatz von Desfluran zu verzichten. Prof. Luzius Steiner, Chefarzt Anästhesie: «Es stehen heute klimaschonendere Alternativen zur Verfügung, die weder in der Patientensicherheit und im Patientenkomfort noch in der Behandlungs- und Ergebnisqualität relevante Nachteile gegenüber Desfluran haben.»
Die Herausforderungen für ein nachhaltiges Gesundheitswesen sind vielfältig: Ein ungebrochener Trend zu Wegwerf- und Einwegmaterialien, energieintensive Bereiche wie Radiologie und OP, die Verpflegung von Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeitenden. Die neu geschaffene Fachstelle für Nachhaltigkeit am Unispital Basel beschäftigt sich mit diesen und weiteren Herausforderungen im Spitalbetrieb. Im Gesundheitswesen kommt zur Herausforderung kostengünstig und nachhaltig in Einklang zu bringen noch weitere wichtige Erwägungen: Nachhaltigkeit darf nie zulasten von Hygiene und Sicherheit der Patientinnen und Patienten gehen.
Zum Auftakt der UNO-Klimakonferenz am 1. November weist das Universitätsspital Basel auf die Dringlichkeit der UN-Klimaziele hin. Es leistet einen aktiven Beitrag, das Gesundheitswesen der Schweiz klimafreundlicher zu machen. Seit 2020 veröffentlich das Unispital Basel einen Nachhaltigkeitsbericht mit den getroffenen Massnahmen und Entwicklungen bei Themen wie Energieverbrauch,  Treibhausgasemissionen und Abfall auch neu zu Themen wie Aus- und Weiterbildung, Chancengleichheit von sowie Ethik & Compliance.
Dr. med. Christian Abshagen, Leiter Fachstelle Nachhaltigkeit: «Das Gesundheitswesen der Schweiz ist leider ökologisch nicht nachhaltig. Es verursacht alleine ca. 7% der Treibhausgasemissionen der Schweiz und gehört mit USA, Australien und Kanada in dieser Hinsicht zu den vier  grössten Emittenten pro Einwohner. Dabei wissen gerade wir als Gesundheitsfachpersonen sehr gut, dass die Klimakrise in aller erster Linie eine Gesundheitskrise ist und sein wird.»

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