(fdp) Die Freisinnigen feiern den Wahlerfolg von Maja Riniker und stellen die Weichen für eine sichere Energiezukunft.
Am Parteitag der FDP Aargau im Schützen in Aarau stand thematisch die Parolenfassung zum Gegenvorschlag der Blackout-Initiative im Zentrum. Die Freisinnigen fassten klar die Ja-Parole. Zudem blickte die Kantonalpartei auf die erfolgreichen Regierungsratswahlen vom vergangenen Sonntag zurück und gratulierte Maja Riniker zu ihren über 70'000 Stimmen.
FDP als klare Abstimmungsgewinnerin
Parteipräsidentin Sabina Freiermuth begrüsste die Anwesenden und verwies auf die jüngsten Abstimmungserfolge der FDP. Ob bei der 10-Millionen-Schweiz-Initiative, der SRG-Halbierungsinitiative oder der Individualbesteuerung: Die FDP habe sich als klare Abstimmungsgewinnerin behauptet.
Sichere Stromversorgung als Grundlage für die Zukunft
Im Anschluss an das Grusswort des Aarauer Stadtpräsidenten Dr. Hanspeter Hilfiker folgte das Referat der Gastreferentin Prof. Dr. Annalisa Manera von der ETH Zürich, die sich den Herausforderungen der künftigen Energieversorgung widmete. Mit einem europäischen Blick auf die Energieversorgung und anhand verschiedener Zukunftsszenarien beleuchtete sie sachlich und differenziert die Rolle der Kernenergie im Zusammenspiel mit anderen Energieträgern wie Wasserkraft, Gas, Solar- und Windenergie. Dabei verdeutlichte sie, welche Entwicklungen und Herausforderungen in den kommenden 30 Jahren zu erwarten sind und welcher Bedeutung einer stabilen, breit abgestützten Stromproduktion zukommt. Dabei hob sie insbesondere hervor, dass die Schweiz nicht auf eine Importstrategie setzen dürfe, sondern den massiven Mehrbedarf an Strom selbst produzieren sollte, und welche zentrale Bedeutung der Kernenergie als zuverlässige Stromquelle in diesem Kontext zukommt. Die Lösung für die Schweiz heisse nicht Erneuerbare oder Kernkraft, sondern Erneuerbare plus Kernkraft oder Gas. Einstimmiges Ja zum Gegenvorschlag der Blackout-Initiative
Ständerat Thierry Burkart präsentierte anschliessend den Gegenvorschlag zur Blackout-Initiative. Dieser sieht vor, das Kernenergiegesetz so anzupassen, dass neue Kernkraftwerke in der Schweiz wieder bewilligt werden können. Damit wird die Kernenergie als Option für die langfristige Sicherheit der schweizerischen Energieversorgung offengehalten. Die sichere, bezahlbare und klimaverträgliche Energieversorgung ist eine zentrale Voraussetzung für Wohlstand, Innovation und einen starken Wirtschaftsstandort – und damit sichere Arbeitsplätze. Der Gegenvorschlag stärkt die inländische Stromproduktion und schafft die Voraussetzungen, um die Versorgungssicherheit langfristig zu gewährleisten. Die FDP Aargau ist überzeugt, dass der Gegenvorschlag einen pragmatischen und zukunftsgerichteten Weg aufzeigt, um die Energieversorgung der Schweiz zu sichern, die Abhängigkeit vom Ausland zu reduzieren sowie das Know-How dank Forschung zu stärken. Der Ausbau aller geeigneten Technologien, insbesondere auch der Kernenergie der nächsten Generation, muss dabei ideologiefrei diskutiert werden. Die Anwesenden folgten dieser Haltung und beschlossen mit einer Gegenstimme die Ja-Parole.
Mit liberalen Lösungen und Rückenwind in die Zukunft
Auch bei den anstehenden kantonalen und eidgenössischen Abstimmungen vom 29. November setzt die Partei auf klare liberale Positionen: Ja zur kantonalen Steuergesetzrevision und zum Ja zum Kriegsmaterialgesetz, Nein zur Erhöhung der Mehrwertsteuer und Nein zum Feuerwerksverbot. Für die FDP bleibt klar: Wer arbeitet und Verantwortung übernimmt, soll am Ende des Monats mehr von seinem Einkommen im Portemonnaie behalten können.