(eing.) 844'000 Erwachsene in der Schweiz haben Mühe im Lesen, Rechnen und Problemlösen. Der Weltalphabetisierungstag wird alljährlich am 8. September begangen.
Der Tag erinnert an die Problematik des Analphabetismus. Weltweit können rund ein Fünftel der erwachsenen Menschen weder lesen noch schreiben. Der Weltalphabetisierungstag wurde von der UNESCO im Anschluss an die Weltkonferenz zur Beseitigung des Analphabetentums im September 1965 in Teheran ins Leben gerufen und am 8. September 1966 erstmals begangen.
In der Schweiz verfügen 15 Prozent der Personen im Alter von 16 bis 65 Jahren über geringe Kompetenzen in den Bereichen Lesen, Rechnen und adaptives Problemlösen. Das entspricht ungefähr 844'000 Personen. Im Vergleich zur Gesamtbevölkerung sind sie tendenziell weniger erwerbstätig und verdienen weniger. Zudem sind ihr Wohlbefinden sowie ihre Teilnahme am sozialen Leben niedriger als bei Personen mit höheren Kompetenzen.
Diesen Menschen macht der Verein Lesen und Schreiben für Erwachsene Aargau (VLSE) diverse Angebote in verschiedenen grösseren Städten des Kantons. Dazu zählen Grund- und Aufbaukurse sowie die SchreibBars. In einer SchreibBar bekommen Ratsuchende kostenlos und ohne Anmeldung Hilfe beim Ausfüllen von Formularen, Schreiben von Bewerbungen, Lesen und Schreiben von Texten und Besprechen von Fragen zur Grammatik und Rechtschreibung. Die Angebote des 1987 gegründeten Vereins finden
sich auf seiner Webseite: https://www.lesenschreibenaargau.ch/verein/